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Genussreisen

Italien für Verliebte und Gourmets: Entdecken Sie 5 weniger bekannte Städte

Eine Italienreise entlang von Städten, die Sie vielleicht noch nicht kennen – voller romantischer Ecken und prickelnder kulinarischer Klassiker

Kein Film, der in Italien spielt oder dort gedreht wurde, kommt ohne Essen oder Wein als Star einer oder mehrerer Szenen aus. In Italien ist das gemeinsame Essen Teil der Erzählung – Liebesgeschichten können hier mit einer gemeinsam verspeisten Pizza ihren Anfang nehmen.

Eat, Pray, Love hat Neapel und Rom im Bewusstsein des Publikums noch weiter in den Olymp der Gourmet-Metropolen der Welt gehoben, aber wir führen Sie lieber in die weniger überlaufenen Ecken, die mit ebenso viel Romantik und Kulinarik aufwarten.

Hier also 5 italienische Städte, in denen romantische und vor allem gastronomisch reizvolle Erlebnisse auf Sie warten.

Bologna und die Romantik frischer Pasta 

Bologna ist bei weitem keine Kleinstadt, dennoch wurde die Hauptstadt der Emilia Romagna im Vergleich mit ähnlich großen Städten immer als „provinziell“ abgestempelt. Aber genau Bologna ist die unangefochtene Heimat der frischen, handgemachten Pasta und der Liebe, die durch den Magen geht. 

Das Stadtzentrum ist klein und voller einladender und gut besuchter Treffpunkte, wie der Piazza Santo Stefano (auch Platz der Sieben Kirchen genannt, falls Sie noch nach einer malerischen Hochzeits-Location suchen), und charmanter Gassen, wie der Via Pella. Diese können Sie Hand-in-Hand entlangspazieren und die Aussicht durch die berühmte Finestrella auf den Canale delle Moline genießen, einen kleinen Kanal zwischen den Häusern. Es sind aber die unzähligen Lauben Bolognas, die ihr Herz erobern werden. Die Lauben, die über fast 4 Kilometer zur Madonna di San Luca Kirche führen, laden zu einem besonders romantischen Spaziergang ein, auch wenn ein alter Aberglaube besagt, dass ein unverheiratetes Paar, das die ganze Strecke unter den Lauben gemeinsam spaziert, sich trennt.

Besser nicht darüber nachdenken, sondern sich in einem Wirtshaus im Zentrum kulinarisch verwöhnen lassen und sich gemeinsam durch die warmen Vorspeisen kosten – Tortellini in Brodo, Lasagne oder Tagliatelle al Ragù. Dabei sollten Sie noch ein bisschen Platz für eine Cotoletta alla Bolognese (oder alla Petroniana) lassen – ein in Schmalz frittiertes Kalbsschnitzel, das mit Fleischbrühe abgelöscht wird. Das Ganze wird dann mit einem Scheibchen Rohschinken, Parmesan und Tomatensauce serviert. Einfach einzigartig.

Noto: Der Barock in allen seinen Nuancen und Aromen

Beim Spazieren durch die Straßen von Noto stellt sich fast ein Gefühl der Benommenheit ein: die Stadt ist monumental, beeindruckend, barock. Das gesamte Tal wurde nicht umsonst zum UNESCO Welterbe erklärt und eine Tour durch die Städte Modica, Ragusa Ibla, Noto und Scicli versetzt einen beinah in das Szenenbild eines Historienfilms. Die Palazzi von Noto wurden vergleichsweise „kürzlich“ errichtet, die Stadt wurde nämlich 1693 von einem Erdbeben vollständig verwüstet (so wie große Gebiete im Osten Siziliens). Sie wurde vom Architekten Rosario Gagliardi wieder aufgebaut, der auch den Städten Modica und Ragusa seinen unverwechselbaren Stempel aufgedrückt hat. Die Gebäude sind aus einem besonderen Kalkstein gebaut, der abends, im Licht der heißen sizilianischen Sonnenuntergänge, die Farbe wechselt und orange oder golden erstrahlt – ein sommerlicher Filter, der auch im Jänner über der Stadt liegt. Noto ist einfach ein Gedicht.

Ein Gedicht – dieser Ausdruck trifft auch auf die traditionelle lokale Küche zu. Man muss in Noto unbedingt Scaccia probieren, eine mit (unter anderem) Caciocavallo-Käse und Tomaten gefüllte Focaccia. Man findet sie in jeder Bäckerei und auch wenn sie sich nicht zum eleganten Verspeisen on-the-go eignet, ist sie ideal für einen sinnlichen Snack zu zweit.

Auch die lokalen, meisterhaft zubereiteten Süßspeisen und ihr Duft nach Mandeln und Schokolade sind fabelhaft. Auf Sizilien erfüllen sie schon seit jeher eine wichtige kommunikative Funktion – Liebende schenkten sich früher Süßspeisen mit symbolischen Namen, um Interesse zu zeigen oder wichtige Momente in der Beziehung zu feiern.

Genua – Küsse die nach Pesto, Focaccia und Meer schmecken 

Zusammen mit Turin handelt es sich bei Genua sicherlich um eine der schönsten und sträflich missachteten Städte Italiens: Die ligurische Hauptstadt, geprägt vom Meer und einer reichen Geschichte, quillt über vor atemberaubenden Ecken. Wenn man einen Heiratsantrag planen würde, würde man sich schwertun eine Location zu wählen, zwischen den Panorama-Terrassen, dem Anita Garibaldi Spazierweg im Nervi Bezirk, der Villa Durazzo Pallavinci und dem Ausblick über die pastellfarbenen Häuschen des Fischerdorfs Boccadasse.

Genua wird auch „la Superba“ (die Herrliche) genannt und ihre Einwohner sind stolz auf die Geschichte, das Meer, die Caruggi (winzige, verwirrende Gässchen) des Stadtzentrums – ein Stolz, der auch Sie von der Stadt überzeugen wird. Genua bietet außerdem die perfekte Kulisse für einen Kuss im Licht des Sonnenuntergangs – die Spianata Castelletto, eine herrlichen Terrasse, die man über einen Aufzug im Liberty-Stil erreicht, und die Teil der Piazza Portello im Stadtzentrum ist.

Nach dem Kuss geht es weiter zum Abendessen. Bestellen Sie für einen perfekten Abend einen Teller hausgemachte Trofie mit Basilikum-Pesto frisch aus dem Mörser und ein Glas lokalen Weißwein. Wenn Sie sich die Hände schmutzig machen möchten, gibt es in Genua auch eine fantastische Auswahl an Street Food zum Verlieben (auch in die Stadt): Ligurische Focaccia (mit Olivenöl oder mit Käse gefüllt), frittierter Fisch in Papiertüten oder Farinata (Pfannkuchen aus Kichererbsenmehl). An jeder Ecke kann man ein Stückchen lokaler Küche dieser historischen Stadt genießen.

Padua: In den Himmel und in die Teller schauen

In Padua hat das gemeinsame Sternegucken noch eine andere Bedeutung: man kann es sich in einem der städtischen Parks gemütlich machen, oder die Geschichte des Observatoriums von Padua kennenlernen, das sich auf der Torre della Specola befindet. Dieser historische Ort, an dem seit dem 18. Jahrhundert die Planeten beobachtet werden, übt eine besondere Faszination aus. Padua glänzt auch mit seinem historischen Stadtkern.

Ziellos herumspazieren ist immer reizvoll, wenn man dann noch auf der Piazza delle Erbe, der Piazzetta San Nicolò (mit seinem architektonischen Stilmix) oder dem Prato della Valle Halt macht, ist ein unvergesslicher Ausflug garantiert.

Die klassischen Speisekarten der Stadt halten Vieles bereit: einfache Zutaten aus denen vom Antipasto bis zum Dessert Großartiges gezaubert wird. Von den berühmten Sarde in Saor (frittierte Sardinen mit süß-sauren Zwiebeln, Pinienkernen und Rosinen), über Bigoli mit Entenragù und Folpetti (Moschuskraken), bis zum Dolce del Santo, einem Kuchen, der dem Heiligen Antonio, dem Schutzpatron der Stadt, gewidmet ist.

Padua bietet sich auch dazu an, die gleiche Süßspeise in verschiedenen Konditoreien zu testen: nur hier findet man die Torta Pazinetina, ein Kuchen mit einem Rezept aus dem 17 Jahrhundert, das bis heute von der Akademie der Italienischen Küche anerkannt wird. Jeder Bissen enthält mehrere Schichten: Mandel-Mürbteig, weicher Biskuit, Zabaione-Creme und Schokoladen-Splitter. Ein geschmackliches Meisterwerk, an das Sie ihr Herz verlieren werden.

Alberobello und die Valle d‘Itria – Genuss und Schönheit tanken

Alberobello sieht aus wie auf den Postkarten: die Trulli (klassische weiße Steinhäuschen), die engen Gässchen und die in der Zeit stehen gebliebene, einzigartige Schönheit der Stadt. Aber nicht nur das UNESCO Welterbe lockt unzählige Besucher (auch auf der Suche nach einer Location für die Hochzeit) in diesen Teil Apuliens: unweit von Alberobello (ca. 10 km) befinden sich die Karstgrotten von Castellana, aber auch Martina Franca und Locorotondo, eine der schönsten apulischen Städte, mit Gässchen, weißen Häusern und Kirchen an jeder Ecke, sind große Anziehungspunkte. Bezaubernde Orte unter der heißen Sonne, mit blendenweisen Fassaden, durchzogen vom Duft frischen Olivenbrots.

In Apulien verliebt man sich nach und nach, Ortschaft für Ortschaft, aber besonders Gericht für Gericht: man kann der Region nicht den Rücken kehren, ohne Focaccia Barese (mit frischen Kirschtomaten) und Orecchiette mit Stängelkohl probiert zu haben. Und selbstverständlich muss man Cisternino besuchen, eine Gemeinde im Herzen eines großen Naturparks, wo man die berühmten Bombette di Carne verkosten kann – herrliche kleine Fleischrouladen mit unterschiedlichen Füllungen, die von den hiesigen Metzgereien bereits zubereitet angeboten werden.

Schon allein die kulinarischen Wunder rechtfertigen eine Reise nach Apulien, aber ein Sonnenuntergang in Polignano a Mare macht das Erlebnis perfekt. Seine bezaubernden Landschaften und die Steilküsten über dem Meer machen Polignano zu einem Traumziel.

Zusatzidee

Dieser Ort wird nur selten als Touristendestination beworben, vielleicht, weil er sich im Zentrum der Halbinsel befindet, nur ca. 100 km von Rom entfernt. Das Städtchen Terni in Umbrien ist dem Heiligen Valentin, dem Schutzpatron der Verliebten, geweiht.

Der Ort lockt mit seiner natürlichen Schönheit, kleinen Seen und Wasserwegen, an denen man in trauter Eintracht Spazierengehen kann. Und wenn die Liebe wirklich ihre Krönung erfahren soll, können Sie sich in der Basilica di San Valentino trauen lassen. Der Heilige Valentin war hier von 197 v.Chr. Bischof und bekannt dafür, Harmonie zwischen jungen Liebenden herzustellen. Heute hinterlassen die Verliebten Zettelchen mit Bitten und Dankesworten vor der Krypta, in der seine Überreste aufbewahrt werden.

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