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Genussreisen

Italienische Weihnachtsmärkte – die Schönsten und Schmackhaftesten

Eine Reise entlang der sehenswertesten italienischen Weihnachtsmärkte, auf der man neue Gegenden und uralte Traditionen entdecken kann

Der Weihnachtsmarktbesuch ist für die einen eine Leidenschaft, für die anderen die reinste Folter. Dennoch gibt es eine Möglichkeit, einen Mittelweg zwischen den beiden Extremen zu wählen, der einen sowohl kulturell als auch kulinarisch bereichert. Weihnachtsmärkte blicken bekannterweise auf eine lange Tradition zurück: sie finden zum ersten Mal im Mittelalter Erwähnung, in einem Dokument aus Dresden, das eine Veranstaltung an einem einzigen Tag, dem Vorweihnachtstag 1434 belegt.

Von da an gibt es historische Belege für Weihnachtsmärkte in ganz Deutschland und Nordeuropa. Die Tradition des Weihnachtsmarkts hat die Reformation sowie zwei Weltkriege überlebt und ist über die Jahrhunderte immer beliebter geworden. Während dem Wirtschaftsaufschwung der Nachkriegszeit haben Weihnachtsmärkte auch in Italien Liebhaber gefunden. Der erste italienische Weihnachtsmarkt fand aber erst 1990 in Bozen statt und hat die Italienerinnen ein für alle Mal in den Bann dieser Tradition gezogen, die inzwischen auch ein bisschen zu einer italienischen Tradition geworden ist. Heute ist die Tradition der Weihnachtsmärkte in ganz Italien eng mit der der Bauernmärkte verbunden. Ein Besuch sorgt für unvergessliche Momente.

Der Norden feiert die Tradition

Die Trientner und Südtiroler Weihnachtsmärkte, die mit Atmosphäre und einer reichen Geschichte glänzen, darf man sich nicht entgehen lassen: die Städte Bozen, Meran, Brixen, Bruneck und Sterzing sind Teil der 5-Sterne-Weihnachtsmarkttour und zeichnen sich nicht nur durch eine märchenhafte Atmosphäre, sondern auch durch ihre Nachhaltigkeit aus – dank der Organisation der Events im Sinne der Umwelt tragen sie seit Jahren die „Green Event“-Zertifikation.

Im Gadertal, in St. Ulrich und Wolkenstein, sind die Weihnachtsmärkte am urigsten, mit kleinen Holzhäusern, frischem Schnee und herrlicher Beleuchtung, die sogar die Seilbahn romantisch erstrahlen lässt. Im Sarntal, in der Provinz Bozen, bestaunt man auf dem Alpinen Adventmarkt typisches lokales Handwerkt, darunter die einzigartigen Jacken aus Loden aus reiner Schafwolle (Sarner Jangger) und die kuschlig-warmen Pantoffeln (Sarner Toppar), und verspeist handgemachte Krapfen, Striezl (frittiertes Brot) oder Roggenbrot. Mit etwas Glück kann man im Sarntal und Schalders an den drei Sonntagen vor Weihnachten dem Klöckeln zusehen – einem Brauch, bei dem traditionell verkleidete Gestalten von Hof zu Hof wandern, und einen alten germanischen Ritus zur Vertreibung böser Geister wiederbeleben. 

Neben Punsch und Glühwein (für einen moderneren Touch gibt es unseren Negroni Brulé, kann man sich auf diesen Märkten auch mit Lebkuchen und Zelten aus getrockneten und kandierten Früchten verwöhnen lassen und Speck, Schnäpse und Marmeladen einkaufen. 

Der romantische Ort Govone, zwischen den Hügeln der Langhe-Roero im Piemont, wurde zum UNESCO-Welterbe erklärt und verwandelt sich zwischen November und Dezember in das Magico Paese di Natale (Magische Weihnachtsland). Dieser Weihnachtsmarkt ist inzwischen als einer der besten Europas bekannt, wächst jedes Jahr noch ein bisschen an und schließt inzwischen auch die umliegenden Gemeinden ein. Es fehlt auf dem Markt selbstverständlich nicht an lokalen Speisen und Getränken zum Probieren, wie den mehrfach ausgezeichneten Weinen des Roero und exklusiven piemontesischen Fleischprodukten. 

In Mailand, in der Lombardei, findet ab dem 7. Dezember jedes Jahr für eine Woche die Oh bej! Oh bej! Messe statt – ein typischer weihnachtlicher Markt, der dem Mailänder Stadtheiligen, dem Heiligen Ambrosius, gewidmet ist. Die Feierlichkeiten gehen auf das Ende des 12. Jahrhunderts zurück und haben sich von einem Heiligenfest zu einem riesigen Weihnachtsmarkt voller lokaler Delikatessen entwickelt – allen voran begeistert der typische Mailänder Panettone, den man in Restaurants probieren und erwerben kann, am besten, nachdem man sich einen ebenso klassischen Safran-Risotto zu Gemüte geführt hat. Außerdem werden auch Produkte aus ganz Italien und der Welt angeboten.

In den Regionen Mittelitaliens erstrahlt alles in hellem Licht – aber mit niedrigem Umweltfußabdruck

In Florenz, in der Toskana, ist die Weihnachtszeit erfüllt von Lichtern und auf der Piazza Santa Croce wird ein vom deutschsprachigen Raum inspiriertes weihnachtliches Dorf aufgebaut. Auch die Speisen, die es hier gibt, folgen dieser Inspiration – der perfekte Ort für Liebhaber von Bratwurst und Bretzeln, also. Aber auch Neugierige kommen hier auf ihre Kosten und können Neues ausprobieren, wie typische ungarische Baumkuchen – Kürtőskalács.  Rund um die Hauptstadt sind weitere Weihnachtsmärkte entstanden, in Arezzo, Empoli, Montepulciano und vielen anderen toskanischen Ortschaften. Hier kommen Einheimische und Touristen zusammen, um lokale, biologische und klimafreundliche Produkte zu probieren.

Der größte Weihnachtsbaum der Welt befindet sich in Gubbio in der Provinz Perugia in Umbrien, auf einem Abhang des Monte Ingino Berges. 750 Meter hoch und 450 Meter breit, wird er jedes Jahr seit 1981 aufgestellt. Der Aufbau des Baums dauert 1300 Stunden und er speist sich aus Strom aus einer Photovoltaikanlage, die aus 16 Modulen zu je 280 W besteht. Jedes Jahr kann man auf der Seite alberodigubbio.com ein Licht für einen Symbolpreis von 10 € spenden und sich damit an der Instandhaltung beteiligen.

https://www.alberodigubbio.com

Candelara, ein mittelalterliches Dorf in der Gegend von Pesaro in den Marken mit weniger als tausend Einwohnern, begeht die stillste Zeit im Jahr mit Kerzen in Candelara (Candele a Candelara): die ganze Ortschaft erleuchtet, dank der Entscheidung auf künstliches Licht zu verzichten, in sanftem Kerzenschein. Das Schloss und die Straßen werden ausschließlich mit Kerzen beleuchtet. Die Stände mit Speisen aus der Umgebung dürfen natürlich nicht fehlen – hier kann man Spezialitäten aus Mittelitalien, wie die typischen Cascioni Pesaresi aus einem Teig aus Mehl, Wasser und Salz und einer Füllung aus Kräutern, Wurst oder Käse probieren.

Im Latium lockt Rom mit seinen vielen Weihnachtsmärkten. Der berühmteste ist der Markt bei der Piazza Navona. Sich zwischen den Ständen und Lichtern zu verlieren kann einen auslaugen, aber glücklicherweise kann man sich mit Supplì Romani (römischen Reiskroketten) auch im Gehen bei Kräften halten. In unter fünf Minuten kann man zu Fuß den Forno di Campo de‘ Fiori erreichen, wo man sich unbedingt eine Pizzaschnitte mit Mortadella zum Mitnehmen holen sollzr. Auch die 100 Krippen im Vatikan und, warum nicht, das Weihnachtmanndorf in Cinecittà World, wo man sich Shows und Musicals mit Filmbezug ansehen kann, sind einen Besuch wert.

Im Süden, zwischen einzigartigen Ortschaften und alter Geschichte

Wenn man Weihnachten liebt, muss man Neapel besuchen. Die romantische, enge und gut besuchte San Gregorio Armeno Straße, die durch das Stadtzentrum führt, ist berühmt für ihre Handwerksgeschäfte in denen Meister ihres Fachs seit dem 18. Jahrhundert Krippen herstellen. Man kann die Straße problemlos erreichen, indem man mit der U-Bahn zur Station Dante fährt. Halten Sie unterwegs aber unbedingt bei einigen der neapolitanischen Kiosks an, wo Sie sich Streetfood wie Pizza Fritta oder eine Sfogliatella, ein süßes Gebäck aus Neapel, zum Essen im Gehen besorgen können.

Matera, die Stadt der Felsen, in der Region Basilicata, macht ihrer einzigartigen, in den Fels gehauenen Architektur mit dem Presepe Vivente tra i Sassi Krippenspiel alle Ehre. Außerdem kann man auf den Weihnachtsmärkten typische lokale Produkte erwerben. I Sassi, das historische Zentrum der Stadt, ist seit dem Jahr 1993 UNESCO Weltkulturerbe – noch ein guter Grund, um diese ganz besondere Stadt zu besuchen und ihre Spezialitäten kennenzulernen, wie die Peperone Crusco Chili, handgemachte Pasta und das köstliche traditionelle Lamm-Ragout.

Etwas weiter im Osten verzaubert die wunderschöne Stadt Alberobello in Apulien mit einem atmosphärischen Markt zwischen den „Trulli“, besonderen weißen konischen Bauten aus Stein, die im 16. Jahrhundert entstanden sind und seit 1996 ebenfalls zum UNESCO Welterbe gehören. Im ältesten Teil des Stadtzentrums wird ein Krippenspiel inszeniert, an dem hunderte Schausteller teilnehmen und die Geburt Christi nachstellen. Die Trulli selbst werden verziert und mit Lichtern geschmückt und sorgen überall in der Altstadt für eine weihnachtliche Atmosphäre. Diese kann man nicht nur bei Besuch des Krippenspiels, sondern auch beim Verkosten der typischen apulischen Süßspeisen der Weihnachtszeit, Pettole und Cartellate mit Honig, genießen. 

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