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Genussreisen

Monza: eine Rennstrecke voller Besonderheiten und Attraktionen

Auf Entdeckungsreise in einer Stadt, die für die Formel 1 berühmt ist, aber weitaus mehr zu bieten hat!

Ob als Tagesausflugsziel von Mailand aus oder als Ihr primäres Reiseziel, weil Sie zum berühmten Großen Preis von Italien unterwegs sind: Monza ist eine sehenswerte Stadt, die einiges zu bieten hat, sei es Kunst, Geschichte, Sport, Natur oder Essen. Ein kleines Juwel, das es zu entdecken und zu verkosten gilt.

Zwischen Geschichte und Legende

Die Geschichte von Monza ist unzertrennlich mit der Königin der Langobarden Theudelinde verbunden, die vor allem für die Bedeutung ihrer Eisernen Krone in die Geschichte einging, bei deren Anfertigung Erzählungen zufolge ein Nagel vom Kreuz Christi verwendet wurde.

Die Stadt verdankt ihre Gründung und ihren Namen Theudelinde. Der Legende nach erschien ihr Gott im Traum und sagte ihr, dort eine Kirche zu erbauen, wo eine weiße Taube erscheint. In dem Gespräch zwischen ihr und der Taube war die Antwort auf die Frage “modo?” (hier?) “etiam” (ja, gewiss) – und die Stadt erhielt ihren ursprünglichen Namen Modoetia, aus dem später Monza wurde. Und genau dort, wo der Grundstein der Kirche gelegt wurde, erhebt sich heute der Dom von Monza, dessen richtiger Name Basilica Minore di San Giovanni Battista lautet und dessen Errichtung etwa ein Jahrhundert dauerte.

Die Basilika sollte man unbedingt besuchen, nicht nur wegen ihres Inneren und der Eisernen Krone, sondern auch wegen der eindrucksvollen zweifarbigen Fassade aus weißem und schwarzem Marmor in gotischem Stil und ihrer riesigen Fensterrose. Das ehemalige Rathaus Palazzo dell’Arengario und das Museum Musei Civici – beide nur wenige Schritte vom Dom entfernt – sind ebenfalls einen Besuch wert.

Die prachtvolle Königliche Villa

Außerhalb des Zentrums – und dennoch nur eine Viertelstunde zu Fuß vom Dom entfernt – befindet sich einer der beeindruckendsten lombardischen Paläste Europas. Dieses gewaltige, von dem Habsburger Erzherzog Ferdinand in Auftrag gegebene Gebäude mit 740 Räumen wurde in nur drei Jahren, zwischen 1777 und 1780, erbaut und ist das Werk des begabten kaiserlichen Architekten Giuseppe Piermarini, der eine außergewöhnliche Architektur und Inneres erschuf.

Heute ist das Bauwerk nur als Königliche Villa bekannt, doch es war weit mehr als das: das Aushängeschild eines umfangreichen Projekts zur Aufwertung der Gegend durch ein Netz aus Parks und Palästen und eine Sommerresidenz, die Zuflucht vor der Mailänder Hitze gab. Der Palast ist für Besucher zum Teil geöffnet und beherbergt wechselnde Ausstellungen.

Und möchten Sie noch etwas Interessantes erfahren? Die Königliche Villa von Monza war eines der ersten Gebäude weltweit, in dem man das Licht mithilfe eines elektrischen Schalters anmachen konnte!

Der Park: eine imposante, erfrischende Grünanlage

Verbringen Sie im Urlaub lieber draußen Zeit? Die Gärten der Königlichen Villa, deren Fläche gute 56 Fußballplätze groß ist, sind ein wahres Wunder von unschätzbarem architektonischem, landschaftlichem und historischem Wert.

Das Unglaubliche ist, dass diese Gärten sich im Park von Monza, einem der größten umzäunten Parks Europas (etwa dreimal so groß wie das Schloss Versailles), befinden. Der Park ist sogar so groß, dass er auch den berühmten Autodromo di Monza, eine der weltweit eindrucksvollsten Rennstrecken der Formel 1, beherbergt.

Wissenswertes über das Autodromo di Monza

Die Entstehung der Rennstrecke geht auf das Jahr 1922 zurück, als der Automobile Club Milano beschloss, den 25. Jahrestag seiner Tätigkeit zu feiern und in nur 110 Tagen diese große Motorsport-Rennstrecke erbaute: Die 10-km-Rennstrecke war das Sinnbild des Futurismus, der italienischen Kunstbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, die Maschinen, Fortschritt und Geschwindigkeit feierte.

Das Autodrom erlitt mehrere Schicksalsschläge (im Zweiten Weltkrieg wurden zum Beispiel exotische Tiere aus dem Mailänder Zoo hierhin verlegt), doch trotz den vielen Änderungen an der Strecke bleibt es das schnellste Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft mit einer durchschnittlichen Rundengeschwindigkeit von 257 km/h.

Der renommierte italienische Autobauer Ferrari aus Maranello gab sein Debüt im Autodromo Nazionale 1949 und feierte natürlich einen Sieg. Das erste Rennen für die Formel-1-Weltmeisterschaft fand 1950 statt und Ferrari ist seitdem das Team mit den meisten Siegen auf der Rennstrecke in Monza.

In Monza ist für jeden Gaumen etwas dabei

Monza eignet sich hervorragend für einen Tagesausflug, doch besser verbringt man hier mindestens zwei Tage, um sich nicht nur dem Sport, sondern auch der Kultur und Geschichte der Stadt zu widmen.

An diesem Punkt muss nur eine Frage beantwortet werden: Was (und vor allem wo) sollte man in Monza und Umgebung essen?

Sicherlich darf man Monza nicht verlassen, ohne den Risotto alla Monzese (mit Safran und Luganega, einer italienischen Wurst) probiert zu haben oder aber das Buröla (oder Borroeula), ein Wurstbrät aus der Brianza, mit dem unser Koch Maurizio Bosotti einen köstlichen Risotto kreiert hat, den Sie auch zuhause zubereiten können. Die traditionelle Küche von Monza ist aber reich und bietet auch andere Köstlichkeiten wie die Cassoeula (geschmorte, weniger feine Teilstücke vom Schwein mit Wirsing, serviert mit Polenta), das Ossobuco (geschmorte Kalbsbeinscheiben), Kutteln oder das klassische Rusticiada (Schmorbraten aus Schweinefleisch mit Speck und Zwiebeln).

Nachfolgend fünf Adressen, wenn Sie auf Nummer sicher gehen und die lokale Küche und mehr entdecken möchten.

Civico 24 in Albiate
Tradition, Leidenschaft und Innovation. In diesem Restaurant nur 10 Minuten von der Formel-1-Rennstrecke entfernt finden Sie Gerichte aus außergewöhnlichen Zutaten, hochwertige Fleischgerichte und handgemachte erste Gänge mit antiken Aromen.

Osteria 1927 in Biassono
Wenn Sie, während Sie auf Ihren Risotto oder Schnitzel warten, lieber ein Lokal bewundern, das sich den Motoren widmet, sind Sie hier ganz richtig. Erinnerungsstücke und Poster von dem Autorennen Millemiglia sind die perfekten Begleiter für einen Risotto alla monzese oder ein Schnitzel. Comfort food.

OssBüs in Meda
Der Name (“osso buco”, zu Dt. Knochen mit Loch, im lokalen Dialekt) sagt schon alles: Ossobuco, Risotto, Polenta und reichhaltige erste Gänge sowohl aus Fleisch als auch aus Fisch in einem einfachen (aber gepflegten) Ambiente im Stil einer antiken Osteria.

il-circolino.it
lafilandamacherio.it

Il Circolino in Monza
Wenn Sie genug von der traditionellen Küche haben und die gehobene Küche bevorzugen, sollten Sie hier einen Abstecher machen. In einem von den historischen italienischen Millieus aus den 20-er und 30-er Jahren geprägten Ambiente verschmelzen hier Restaurant, Bistro und Cocktailbar: kreative Gerichte und Neuinterpretationen von traditionellen Gerichten als Tapas mit der Note eines Meisters, des Sternekochs Claudio Sadler, der das Projekt mitgestaltet.

La Filanda in Macherio
Sie sind schon länger in der Gegend und möchten den Speiseplan ändern? La Filanda bietet gehobene, moderne sizilianische Küche auf höchstem Niveau. Die Speisekarte umfasst alle großen Klassiker der Insel in innovativer Form, von Vorspeise (probieren Sie den Cannolo mit roten Riesengarnelen aus Mazara del Vallo auf frischer Erbsencreme und Schafsricotta mit Zitronenduft) bis hin zum zweiten Gang auf der Grundlage von Fisch, Fleisch oder Gemüse.

Nützliche Links:
reggiadimonza.it
turismo.monza.it
monzanet.it

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