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Genussreisen

Ponza und die Pontinischen Inseln: Meer, Genuss und Geschichte

Eine praktische Anleitung zum Entdecken der atemberaubenden Inseln zwischen Neapel und Rom

Die Faraglioni Insel, Traumstrände, glasklares Wasser perfekt zum Schnorcheln, archäologische Ausgrabungen und traditionelle Gerichte: Ponza ist ein 10 km² großes Fleckchen im Lazium, in denen es unzählige Wunder zu entdecken gibt.

Das kleine Archipel der Pontinischen Inseln (auch die Ponza-Inseln genannt) ist ein abgeschiedener Teil Italiens, wo es im September und Oktober viel ruhiger als im August ist und wo es auch im Herbst noch wunderbares Wetter gibt.

Tatsächlich sind einige der Inseln nie besonders stark besucht: nur Ponza und Ventotene sind bewohnt. Die anderen Inseln, Gavi, Zannone, Palmarola und Santo Stefano, sind unbewohnt und verfügen deshalb über eine ganz eigene Schönheit. 

Hier eine Zusammenfassung aller Informationen, die Sie für einen Ausflug von Rom auf die Inseln brauchen. Die alten Römer nutzten die Inseln als Exil für politische Dissidenten, bevor ihnen bewusst wurde, dass sie sich als Erholungsort wohl viel besser eignen würden.

Wie kommt man nach Ponza?

Zuallererst ist es wichtig, sich auf eine Insel als Ausgangspunkt festzulegen; am praktischsten und bequemsten ist natürlich Ponza, die man mit einer Fähre (auf die man auch Autos mitnehmen kann) oder mit einem Tragflügelboot (nur für Passagiere) problemlos erreichen kann. Man kann Ponza von fünf Häfen aus erreichen: Anzio, Terracina, Formia, San Delice Circeo und Napoli. Auch wenn man mehrere Tage für die Inseln einplanen sollte, gibt es auch die Option einen organisierten Tagesauflug von Rom aus zu machen.

Kulinarische Highlights auf Ponza und den Pontinischen Inseln?

Auf den Inseln ist der Einfluss der Festlands zu spüren, weshalb man hier auch alle typischen Gerichte des Laziums vorfindet, von der Pasta all’Amatriciana bis zur berühmten Saltimbocca alla Romana

Die Insel hat aber zahlreiche kulinarische Überraschungen parat: abgesehen vom Fisch, der für Inselküchen immer die Hauptrolle spielt, sind hier Hülsenfrüchte besonders traditionell und werden gerade mit Fisch und Meeresfrüchten häufig kombiniert. Es mag ein bisschen ungewohnt erscheinen, aber für die Bewohner von Ponza ist Linsensuppe ein typisches Comfort Food.

Man kann dem Archipel nicht den Rücken kehren ohne Linguine all’Aragosta (mit Languste), Spaghetti alla Granseola (mit Seespinne) und – am allerwichtigsten – Kaninchen alla Ponzese (mit Lorbeer, Kirschomaten, Zwiebel und Wein) probiert zu haben. Einfache Gerichte, die wie eh und je zubereitet werden.

Die Süßspeisen sind interessanterweise von der neapolitanischen Tradition inspiriert: die pontinischen Varianten des Casiatello (süßes oder herzhaftes Ostergebäck) und der Zeppole (frittierte Teigkugeln) entsprechen fast vollkommen dem napoletanischen Rezept.

Sehenswürdigkeiten auf Ponza und den Inseln des Archipels?

Sich zwischen den Stränden, Buchten und Aussichtspunkten zu entscheiden ist keine einfache Aufgabe – die Inseln sind voller interessanter und bereichernder Orte. Hier also die Highlights der einzelnen Inseln.

Ponza

Die größte und am stärksten besiedelte Insel verfügt über zahlreiche Strände, die sich sowohl zu Fuß als auch per Boot erreichen lassen. Jene im Osten sind am Morgen am schönsten, da man in diesem Zeitraum den Sonnenaufgang und Ausblick auf Palmarola genießen kann. Die Cala Feola ist ein besonders schöner Sandstrand, der bis in die 60er Jahre von Mönchrobben als Winterdomizil genutzt wurde. 

Der beliebteste Strand ist zweifellos die Chiaia di Luna, die nach der strahlend-weißen Klippe, die sie flankiert, benannt ist. Der kostenlose Strand ist durch einen 170 m langen Tunnel aus Römerzeit erreichbar.

Die Geschichte des Römischen Reichs prägt die Insel: Die Grotten des Pilatus bestehen aus fünf ausgehobenen Tuffstein-Grotten und sind eines der atmosphärischen Highlights – hier kann man wunderbar schwimmen und schnorcheln. Die einzelnen Grotten sind durch unterseeische Tunnel verbunden, welche wahrscheinlich für die Muränen-Zucht genutzt wurden. Aber dies ist nur eines der Überbleibsel aus der römischen Antike: auf der Insel finden sich außerdem antike Zisternen und archäologische Ausgrabungsstätten.

Auch die Felsnadeln Faraglioni di Lucia Rosa sind absolut einen Besuch wert – neben ihrer Schönheit faszinieren sie auch aufgrund der mit ihnen verbundenen bittersüßen Legende.

Ventotene

Besonders in dem geschützten Meeresabschnitt im Osten der Insel ein Paradies für Tauch- und Schorchelfans und ansonsten die Traumdestination für alle, die gern am Strand liegen. Der Sand ist hier schwarz gefärbt und bezeugt den vulkanischen Ursprung der Insel. Calarossano, Parata Grande und Cala Nave sind die drei Hauptstrände, auf denen man sich entspannen und die ruhige Atmosphäre der Insel genießen kann. Wenn Sie empfindlich gegenüber Wind sind, ist die Insel allerdings nicht zu empfehlen – sogar ihr Name bezieht sich auf die kräftige Brise, die an den Küsten ununterbrochen weht.

Palmarola

Palmarola wird nicht ganzjährig bewohnt: nur im Sommer bleiben ein paar Liebhaber der Ruhe und Stille etwas länger. Die Restaurantauswahl fällt hier außerdem nicht schwer – es gibt nur eines! Die Insel ist der Innbegriff der viel zitierten „Unberührtheit“. Sie scheint in der Zeit stehengeblieben zu sein und ihre Natur hat sich vollständig erhalten. Architektonisch gibt es nicht viel zu sehen, denn die Natur der Insel hat bereits ihr Bestes getan, um selbst Herrliches zu schaffen: wenn man die Insel umrundet, raubt einem der Anblick der atemberaubenden Cattedrali di Palmarola gerne mal den Atem. Dabei handelt es sich um natürliche Steinformationen im Fels, die einer gotischen Kirche ähneln.

Zannone

Die Insel steht als Teil des Parco Nazionale del Circeo unter Naturschutz und ist – bis auf die Forstwächter, die hier arbeiten – komplett unbewohnt. Das war aber nicht immer so.

Man kann auf der Insel die Ruinen eines Zisterzienserklosters und einer antiken, römischen Fischerei besuchen. In den 60ern dagegen hatte die Insel den Ruf Austragungsort skandalöser Privatevents im Zusammenhang mit dem Rotlichtmilieu zu sein. Heute ist sie zu ihrem Ursprungszustand zurückgekehrt und wiederum ein unbewohnter Ort der Ruhe, an dem nur wilde Mufflons und Zugvögel zuhause sind. Hier nisten auch der Sepiasturmtaucher und der Mittelmeersturmtaucher, die aufgrund ihres jammervollen Gesangs für den Ursprung der Sirenen-Legende verantwortlich gemacht werden. Eine kleine, unbekannte Insel mit einer uralten, fesselnden Geschichte.

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