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Genussreisen

Wo und was man in Verona am besten isst: die traditionellen Gerichte in den besten Gasthäusern

Eine Spritztour zwischen Weinen und warmen Vorspeisen, um das kulinarische Angebot Veronas in vollen Zügen zu genießen

In Venezien bezaubert nicht nur die unglaubliche Qualität und Vielfalt der hiesigen Weine (von Schaumweinen bis zu namhaften Roten) sondern auch die kulinarische Landschaft mit ihren traditionellen Rezepten und exzellenten Zutaten. Verona ist die bevölkerungsmäßig größte Stadt Venetiens und auch besonders interessant, gerade was Weine und Kulinarik angeht.

Begeben wir uns also auf eine Tour entlang der besten Gasthäuser Veronas, in denen man in die traditionelle Küche eintauchen und Jahrgangs-Schaumweine oder Amarone della Valpolicella genießen kann, die noch lange im Gedächtnis und am Gaumen nachwirken. Und das nicht nur wegen der Tannine.

Zuallererst sollten wir uns aber einen Überblick über das Essen und die Weine der Region verschaffen.

Was isst man in Verona und im Veneto? 

Zu den klassischsten und am häufigsten angebotenen Vorspeisen gehören zwei Arten von Risotto. Der Risotto all’Amarone ist mit seiner violetten Farbe ein Augen- und Gaumenschmaus. Er besteht ausschließlich aus lokalen Zutaten, wie Valone-Nano-Reis, Amarone-della-Valpolicella-Wein und geriebenem Monte-Veronese-Käse. „Al Tastasal“-Risotto („Salztest-Risotto“) wurde ursprünglich zubereitet, um zu überprüfen, ob das Fleisch für die Wurst- und Salamiherstellung ausreichend salzig war. 

Auch bei anderen köstlichen Fleischgerichten gehört ein körperreicher Rotwein zu den Hauptzutaten – unser Rinderfilet mit Rotweinsauce lässt sich ganz einfach nachkochen.

Wenn Sie aber das Gericht probieren möchten, das Venetien verkörpert, müssen Sie sich zum „Lesso“ begeben (einem traditionellen Servierwagen, von dem aus gekochtes Fleisch gereicht wird) und sich Fleisch mit Pearà holen, einer Sauce aus Brotbröseln, Fleischsuppe und Rinderknochenmark, deren delikater Geschmack durch ordentlich Pfeffer eine pikante Note erhält.

Sie fragen sich, welchen Wein man in der Stadt Romeos und Julias zum Essen bestellen sollte? Sie haben die Qual der Wahl.

Venetien sprudelt nur so über (und nicht nur was die weißen Schaumweine angeht) vor herrlichen Weinen: die Region gehört zu den größten Weingegenden Italiens mit 28 kontrollierten und weiteren 15 kontrollierten und garantierten Herkunftszonen, die sich überlappen.

Auf der Makroebene lassen sich 5 Weinbezirke unterscheiden: wenn man diese kennt, hat man beste Voraussetzungen, um als Eingeweihter die Region zu besuchen, in der seit 1967 die Vinitaly stattfindet, eine der wichtigsten Weinmessen.

Die Weinbezirke heißen: Valpolicella, Lugana, Soave, Colli Berici (wo der tiefrote Carmenere herkommt), und natürlich Conegliano-Valdobbiadene. Eine ganze Mini-Weinwelt in einer einzigen Region.

Drei Besonderheiten von Verona

Verona zieht Menschen aus aller Welt an, die den berühmten Balkon sehen, die Julia-Statue berühren und ihr Glück in der Liebe suchen wollen. Die prachtvolle, von Künstlern geliebte Altstadt ist Teil des UNESCO-Welterbes, rühmt sich einer langen Geschichte und bekannter Sehenswürdigkeiten. Wir haben für Sie drei weniger bekannte Fakten gesammelt, um Ihnen eine andere Seite der Stadt zu zeigen:

1

1801 wurde die Stadt zweigeteilt: auf dem linken Ufer der Etsch richteten sich die Österreicher ein, während die Franzosen die rechte Seite der Stadt beanspruchten. Heute beherbergt der ehemals französische Teil die elegante Altstadt, während die linke Seite als „Veronetta“ bekannt ist und das Universitätsviertel, sowie die wichtigsten Bars und Lokale für das Abendprogramm, miteinschließt.

2

Eine der zahlreichen städtischen Legenden besagt, dass die Arena, das berühmte Amphitheater und Markenzeichen der Stadt, eines Nachts von Dämonen erbaut worden sei. Ein zum Tode verurteilter Verbrecher soll seine Seele verkauft und sie beschworen haben, um der Stadt das grandiose Bauwerk im Austausch gegen sein Leben anzubieten. Die Engel aber sollen die Fertigstellung des Gebäudes verhindert haben – auf Wunsch des gleichen, reuigen Verbrechers, der im Sinneswandel die Mutter Gottes darum anflehte.

3

In Verona befindet sich die älteste noch aktive Bibliothek der Welt: In der  Bibliotheca Capitolare di Verona werden seit 1600 Jahren mehr als 1200 antike Manuskripte, 268 Inkunabeln und 11.000 Seiten Pergament verwahrt. Eine unverzichtbare Etappe, wenn man die Stadt besucht.

Wo wollen wir essen? Ein Mini-Restaurantguide für Verona

Nachdem Sie die Porta dei Leoni bestaunt, die Arena besucht und die Piazza delle Erbe erkundet haben, stellt sich die Frage ein, wo Sie Ihre Tour kulinarisch fortsetzen könnten?

Hier unsere 5 Empfehlungen für Restaurants und Gasthäuser, die Sie mit Klassikern und Neuheiten verwöhnen.

Trattoria Arco dei Gavi
Corso Cavour, 43 

Ein herrlicher Blick auf den Fluss, einen Katzensprung von der Arena entfernt am Ponte di Castelvecchio: dieses familiär geführte Gasthaus verköstigt Sie mit traditionellen und modernen Köstlichkeiten. Bigoli mit Entenragù, Risotto all’Amarone und ein eigener, sehr empfehlenswerter Bolliti-Servierwagen für gekochte Fleischgerichte (und Saucen). Sie sind kein Fleisch-Fan? Probieren Sie die Stockfischcreme mit Polenta, eine der kulinarischen Perlen der Region.

Trattoria al Pompiere
Vicolo Regina D’Ungheria, 5 

In der Mitte des vorigen Jahrhunderts als Passionsprojekt eines Feuerwehrmanns eröffnet, wird dieses Gasthaus von seinen Gästen nur „dal Pompiere“ („beim Feuerwehrmann“) genannt.

Ein einfaches und einladendes Lokal, wo man herrliche Wurstwaren (35 verschiedene Sorten) und rund hundert italienische Käsesorten verkosten kann. Die Gerichte sind klassisch aber haben einen kreativen Twist. Unter den Hauptgerichten ist die Fritatta aus Eiern von Grisa-Hennen mit Broccolo Fiolaro und Alm-Ricotta etwas ganz Besonderes – sie überzeugt mit ihrer einfachen Köstlichkeit.

Al Bersagliere 
Via Dietro Pallone, 1 

Dieses historische Gasthaus im Borgo Filippi Stadtteil wurde bereits im Guide Michelin erwähnt, strotzt nur so vor Vintage-Ausstattung und verfügt über einen Weinkeller aus dem 13. Jahrhundert, in dem zahlreiche Schätze aus der Wein- und Spirituosenwelt lagern.  Hier kann man eine Seltenheit unter den Klassikern probieren: geschmortes Esel- (stracotto di asino) oder Pferdefleisch (pastissada de caval). Für Vegetarier leider ungeeignet.

Locanda 4 cuochi
Via Alberto Mario, 12 

Zwei Schüler des mit zwei Sternen ausgezeichneten Küchenchefs Perbellini stehen in diesem modernen (aber doch an der Tradition orientierten) Gasthaus mit saisonalem Menü am Herd. Hier gibt es zu kleinen Preisen hochqualitative Köstlichkeiten bei denen das Auge mitisst. Einfache Zutaten werden zu erlesenen aber bodenständigen Speisen. 

locanda4cuochi.it

Il torcolo
Via Carlo Cattaneo, 11

Hier erwartet Sie ein extravaganter Stilmix auf der Speisekarte und ein außergewöhnliches Ambiente mit Bildern an den Wänden und Lichterketten. Man erwartet sich exotisch-kreative Gerichte und wird stattdessen vom traditionellsten Bolliti-Wagen mit Peará der Gegend und den berühmten Pappardelle mit schwarzem Trüffel und geschmolzenem Monte-Veronese-Käse überrascht. 

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