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Italienischer Geschmack

Unkonventionelles Weihnachten: Ideen für ein veganes Festmahl

Fünf Ideen, um das Weihnachtsessen zu retten und auch ohne Fleisch Genuss großzuschreiben

Für Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, sind die Feiertage oft nicht die Zeit liebevoller Besinnlichkeit im Kreis der Familie, sondern die Tage im Jahr, an denen sie sich immer wieder die Frage gefallen lassen müssen, wieso sie nicht doch was von Omas Lasagne oder von der Wurst mit Linsen essen – dieses Gericht soll schließlich der Legende nach für einen vollen Geldbeutel sorgen.

Wenn Sie sich hier wiedererkennen (oder jemanden in der Familie haben, der kein Allesfresser ist) und Sie an die Szene aus Hochzeit auf Griechisch denken müssen, in der die Mutter dem Verlobten der Tochter Lamm als vegetarische Option anbietet, haben wir hier ein paar Tipps für Sie. Befolgen Sie diese Ratschläge, damit das Weihnachtsessen nicht in einem Handgemenge endet. Die italienische Küche bietet uns, dank seiner Zutaten- und Rezeptevielfalt auch viele traditionelle Optionen.

Zuallererst ist es immer am besten, Rezepte zu wählen, die ohnehin schon vegan sind und zum Feiertag passen, statt sich auf Experimente einzulassen – ein Ei vegan nachzubauen artet oft in einen Chemieversuch aus. Angefangen bei den Antipasti finden Sie hier fünf Rezepte, die für Begeisterung sorgen werden, auch bei jenen Gästen, die mit Schinken nichts anfangen können.

Gemischte Antipasti und Polenta-Crostini

Jedes richtige italienische Weihnachtsessen beginnt mit Platten voller Crostini und belegten Brötchen: Paté und Räucherlachs spielen hier oft die Hauptrollen. Butter, Brot und Lachs sind die klassische Kombination. Warum aber nicht das Angebot etwas ausdehnen und Platz für Polenta Crostini mit Pilz-Paté oder Radicchio und Haselnüssen schaffen? Oder aber man verwandelt die knusprigen Polenta-Scheiben mit Kirschtomaten, Oregano und Kapern in Mini-Pizzas. Niemand wird sich über eine größere Auswahl an Leckereien beschweren.

Gemüsesuppe statt Fleisch-Tortellini

Die italienische Tradition hält eine Unmenge an Rezepten bereit, manchmal muss man nur die Region wechseln, um eine vegane oder vegetarische Alternative zu finden. In der Toskana ist die Ribollita, eine Gemüsesuppe, eines der Hauptelemente auf den Familienmenüs. Schwarzkohl (hat Saison), Canellini-Bohnen, Kartoffeln, Croutons. Ein Arme-Leute-Essen, das mit Einfachheit und einer guten Portion Gemüse besticht, das bei Weihnachtsmenüs oft zu kurz kommt. Was gibt es Schöneres als ein Gericht, das man nicht verändern muss, sondern das bereits vegan ist? Und vielleicht kann man die Dinner-Gäste ja darüber hinwegtäuschen, dass die Brühe, in der die Tortellini serviert werden, aus Karotten statt Rindfleisch gemacht ist.

Aus Wurst mit Linsen wird Paccheri-Pasta mit Linsen

Cotechino, eine Rohwurst, spielt bei vielen Familienessen die Hauptrolle: manche lieben sie, manche erdulden sie und manche wollen nichts davon wissen. Sie ist Geschmackssache und oft bleiben Reste übrig. Es gibt eine Alternative zur festlichen Wurstware: Paccheri-Pasta mit Linsenragout – oder andere Arten von Pasta, die sich mit Sauce füllen, wie Conchiglioni oder Mezzemaniche.

Linsen sind in den letzten Jahren zu einer der meistverwendeten Arten von Hülsenfrüchten aufgestiegen und es wird viel mit ihnen experimentiert (vom Ragout das mit einem Hauch Umami fast wie Fleisch schmeckt, bis zu Tofu und Veggie-Burgern): mit einem guten Soffritto aus Zwiebeln, Karotten und Sellerie, Kräutern und Gewürzen zubereitet, vergisst man so all die verkochten und ehrlich gesagt scheußlichen Linsengerichte der 80er Jahre. Die Linsen können für alle Gäste gleich zubereitet und dann nach Lust und Laune kombiniert werden.

Frittierter Stockfisch wird zu Blumenkohllaibchen und Panelle

Frittierten Stockfisch als traditionelles Weihnachtsessen gibt es in vielen Regionen, von der Emilia Romagna bis Sizilien. Vielleicht gibt es die Tradition, weil am Tag vor Weihnachten in Italien Fleischfasten vorgesehen ist, vielleicht weil das Gericht geschmacklich einfach überzeugt. Wenn man sowieso schon alles fürs Frittieren vorbereitet hat, kann man ruhig auch gleich ein paar Blumenkohllaibchen oder Panelle, traditionelles sizilianisches Fettgebäck aus Kichererbsenmehl, machen. Beide Optionen sind perfektes Fingerfood, und werden auch bei Nicht-Vegetarier zuhauf auf den Tellern landen.

Blumenkohllaibchen
Panelle – Sizilianisches Fettgbäck aus Kichererbsenmehl

Panforte statt Pandoro und Panettone

Bei aller Liebe, aber Panettone ohne Butter geht nicht. Veganer Panettone fühlt sich mehr nach Bestrafung als nach Genuss an. Lassen wir also die Lombardei hinter uns und begeben uns in die Toskana: das Panforte di Siena, ein aromatischer Weihnachtskuchen, ist sowieso schon vegan. Diese knusprige und köstliche Nachspeise aus Mandeln und kandierten Früchten hat einen intensiven Geschmack und nimmt im Magen nicht zu viel Platz ein: ideal also, wenn es nach einem überbordenden Weihnachtsessen doch noch etwas Süßes sein soll.

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